Über uns

Salettl: österreichischer Begriff; von italienisch saletta – kleiner Saal

Salettln nannte man ursprünglich Lusthäuschen in Privatgärten und Parks – gerne auch von Liebespaaren aufgesucht. Durch die Wirren der Zeit fielen diese kleinen Pavillons dann der Vergessenheit anheim, und der Begriff „Salettl“ war nur mehr wenigen Gartenfreund:innen und Historiker:innen geläufig. Durch die jahrzehntelange große Beliebtheit des erhalten gebliebenen Salettl in der Hartäckerstraße angeregt, das späterhin sogar als „Urmutter aller Salettln“ tituliert wurde, wurden in den 1990er-Jahren in ganz Österreich teils moderne Veranden, Wintergärten, Berghütten oder Kioske, die als Ticketshops, Probenräume, Diskotheken oder Boutiquen fungierten, mit „Salettl“ beschildert. Das machte es notwendig, das Salettl von allen Epigonen deutlich zu differenzieren. So wurde schließlich für „Das Salettl“ ab dem Jahre 2010 die verstärkende Reduplikations-Bezeichnung SALETTL!SALETTL! kreiert und ein Exklamationslogo mit einer Art-déco-Schrift eingesetzt.

Friedrich Pindt, der Architekt des Salettl

Pindts Entwurf mit dem Titel „Lufthafen“ für Wien-Aspern und dessen „Rotierende Hallen“ für Heißluftballons, die durch Bewegung wie bei einer Drehbühne der Windrichtung angepasst werden konnten, enthielt bedeutende technische Neuerungen hinsichtlich der Verwendung von Stahlbeton und ist ein Beispiel dafür, wie Pindt technische lnnovationen des lngenieurwesens in der Architektur anwendete.

Die drehbaren Hallen waren als Remisen zur Aufbewahrung der zusammengelegten Ballonhüllen und zur Füllung während wetterbedingter Wartezeiten vorgesehen und für einfacheres Landen der Luftschiffe an variablen Stellen berechnet. Friedrich Pindt dachte an einen großzügig erweiterbaren Flughafen, weil er den enormen Raumbedarf der modernen Flugplätze vorhersah.


Wie andere Schüler Otto Wagners entwarf auch Pindt als selbständiger Architekt Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien (Johanna-Dohnal-Hof: 1140, Jenullgasse 18-26; Käthe-Königstetter-Hof: 1150, Tautenhayngasse 2-8) sowie eine richtungsweisende Mehrfamilien-Wohnhausgruppe in der Stadt Retz, Niederösterreich (2070, Karl-Mössmer-Platz 6-11).

Er fühlte sich bei der Gestaltung des Salettl, an einem Eingang zum Hugo-Wolf-Park, der reizvollen Umgebung verpflichtet. Die atelierartig verglaste Veranda ist außerdem eine Aussichtsplattform, von der die Besucher:innen einen wunderbaren Ausblick auf den romantischen Garten, die Weinberge und den Wienerwald haben. Friedrich Pindt verlieh dem Salettl mit seiner oktogonalen Grundfläche Vollkommenheit – ein idealer Ort zum Philosophieren, Dichten, Komponieren, Malen und Genießen.

Was gibt es bei uns sonst noch?

"Die Welt malt ein Stück Wien: Das Salettl!Salettl! in 100 Bildern" (Version 2026; Hg. Frf)


  • Kunstbildband mit Texten von Rainer Metzger
  • Ein Gesamtkunstwerk aus Kostbarkeiten:
  • Malerei, Graphik, Photographie;
  • von 1981 bis in das 21. Jahrhundert – ad infinitum
  • Fundament und Projekt für ein Wiener Globalmuseum in progress en miniature


Die Benennung der Sammlung wurde angeregt durch die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs „Schauhaus“, der hier aber auf die drohende Gefahr des allmählichen oder abrupten Verblühens der Menschheit hinweisen soll, durch Eigenverschulden und bis jetzt zu schwache Verhaltensänderung. 

"Liebe Märchen aus Wien" (Hg. Frf)

  • Großvaters neue Märchen nach alter Façon
  • Ludwig Schiffers Märchenschatz
  • verfasst 1925
  • entdeckt von Falkner 2025
  • zu publizieren erstmals 2026
  • für Kinder und Erwachsene
  • DEFINITIVE/R VERLEGER/IN GESUCHT; bitte melden


Inhalt:

1. Der Riese Knorrepan. 
2. Hannes und seine Abenteuer. 
3. Die Verjüngung. 
4. Vergissnichtmein. 
5. Ein Ostermärchen. 
6. Der Schatz der Zwerge. 
7. Das Glückskätzchen. 
8. Die wundersame Geige. 
9. Tonis größter Ausflug. 
10. Ein Geschenk der Sterne. 
11. Die goldenen Tanzschühchen. 
12. Ein Weihnachtsmärchen.


"Das Wiener Schnitzel und 120 originelle Variationen für alle Welt"

  • Die berühmte österreichische Speise neu komponiert als Hommage an Regionalgerichte aus aller Welt
  • 5 Schnitzel und 115 Cordons
  • ein Geschmackszauber für Menschen, die gerne schmausen
  • ein Reisebilderbuch
  • DEFINITIVE/R VERLEGER/IN GESUCHT; bitte melden


Mit einem Anhang von vegetarischen und veganen Rouladen: Französische Crêpes – österreichische Palatschinken – mexikanische Tortilla 






"Überholen Sie Semmelweis! Vorschläge für besonders Hygienebewusste"


  • Ein neuartiger und verblüffender Ratgeber für Fortgeschrittene in Sachen Hygiene, Gesundheit und Ernährung
  • DEFINITIVE/R VERLEGER/IN GESUCHT; bitte melden


"Wien, melancholisch-sinnlich. Wiener Stimmungen"

  • 100 Schwarzweiß-Photographien eines privaten Location-Scouts im Wien des Jahres 1966, also vor genau 60 Jahren
  • DEFINITIVE/R VERLEGER/IN GESUCHT; bitte melden 


Das Salettl-Fries

ERNST HANDL
Der Salettl-Fries „Im Garten der Erwartung“
Eine Gesellschaft von 156 Personen harrt des Kommenden
1985-2000, Öl auf Holz – Heptatychon-Flügelbild
100 x 480 cm

Einige berühmte Persönlichkeiten aus dem Salettl--Fries

H. C. Artmann

Sprachgenie und Lyriker H. C. Artmann erzählt nach seiner Lesung im Salettl, dass er in einem strengen Winter seiner Kindheit leidenschaftlich gerne im Park daneben gerodelt und ihm diese Gegend sehr ans Herz gewachsen sei.

Wolfgang Bauer

Schriftsteller Wolfgang Bauer erfrischt sich am G‘spritzten und bereitet sich auf seine Salettl-Lesung vor.

Josef Bramer

Maler Josef Bramer trägt gemäß seiner Bilder die Kleidung samt Kappe und Halskrause des Kaspars, der in der Tradition der Hofnarren an Fürstenhöfen steht und dort die unbequeme Wahrheit sagen darf.

Arik Brauer und Ernst Fuchs

Die vielfach begabten Maler und Gestalter Arik Brauer und Ernst Fuchs, beide in weißen Anzügen, sitzen ganz entspannt auf der Gartenbank und sind in ein Gespräch vertieft.

Christine Busta

Am Literatentisch der österreichischen Koryphäen hat auch Christine Busta Platz genommen. Unter Akklamation des Publikumes hält sie eine vielbeachtete Lesung.

Barbara Coudenhove-Kalergi

Barbara Coudenhove-Kalergi, eine Grande Dame des österreichischen Journalismus, überblickt das Geschehen.

Salvador Dalí

Salvador Dalí hängt seine zerrinnende Uhr auf den Salettl-Zaun.


Manfred Deix

Karikaturist Manfred Deix sitzt halbnackt auf dem Dach des Toilettentrakts und zielt mit einer Gummischleuder auf Leute zu seinen Füßen, beobachtet von einer Eule auf dem Nadelbaum.

Sigmund Freud

Der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, ist auf seiner Couch selbst Patient.

Barbara Frischmuth

Am Literatentisch der österreichischen Koryphäen hat auch Barbara Frischmuth Platz genommen. Unter Akklamation des Publikumes hält sie eine vielbeachtete Lesung.

André Heller

Multimediakünstler André Heller landet mit einer seiner berühmten Heißluftballon-Skulpturen wie ein Fallschirmspringer unweit seines Freundes Qualtinger im Gebüsch. Heller ist hier mit einer Sängerknaben-Matrosenuniform bekleidet, die sein Kosmopolitentum als Künstler und sein langjähriges Credo als „ewiger Schüler“ versinnbildlichen soll: „Wir sind hier, um uns lernend zu verwandeln“. 

Gottfried Helnwein

Maler-Ikone Gottfried Helnwein, Künstler von Weltrang, betrachtet eine kleine Skulptur, einen Kunstkegel.

Hans Hollein

Star-Architekt Hans Hollein verweilt auch gerne im Salettl.

Friedensreich
Hundertwasser

Maler und Gestalter Friedensreich Hundertwasser streichelt neuseeländische Schafe. 

Klaus Kinski

Enfant terrible Klaus Kinski, ein Charismatiker der Sonderklasse, steht als Fitzcarraldo auf Falkners Liftkabine; er lauscht den Arien Vincenzo Bellinis und Enrico Carusos auf seinem Grammophon. 

Dagmar Koller

Sängerin und Schauspielerin Dagmar Koller, Ehegattin des späteren Bürgermeisters Helmut Zilk, bezaubert alle, tanzt, Pirouetten drehend.

Niki Lauda

Salettl-Gast Niki Lauda, dreifacher Formel-1-Weltmeister, und zwar in den Jahren 1975, 1977, 1984 sowie späterer Luftfahrtunternehmer, trinkt Milch.

Helmut Newton

Photograph Helmut Newton photographiert am 3. Juni 1992 das Salettl.

Gustav Peichl

Star-Architekt Gustav Peichl ist stets gerne zu Gast im Salettl.

Helmut Qualtinger

Helmut Qualtinger: Franz Zadrazil nominierte als Eröffnungsredner für seine Ausstellung im Salettl den ungestümen Schauspieler mit seinen ganz besonderen Wiener Attitüden. Da uns Qualtinger tragischerweise wenige Tage vor der Vernissage verlässt (die Einladungen waren bereits gedruckt), schreitet er hier Richtung Visavis, beinahe über einen Igel stolpernd. 

Arthur Schnitzler

Schriftsteller Arthur Schnitzler hört sich Sigmund Freuds psychische Nöte und seine Versprecher aufmerksam an.

Hilde Spiel

Am Literatentisch der österreichischen Koryphäen hat auch Hilde Spiel Platz genommen. Unter Akklamation des Publikumes hält sie eine vielbeachtete Lesung.

Andy Warhol

Der blasse Andy Warhol photographiert das Visavis mittels einer Teleskopkamera, deren Objektiv aus Campbell-Suppendosen zusammengesetzt ist.